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Minderwertige Brustimplantate – Versicherung übernimmt Kosten nicht
Der, mittlerweile nicht mehr existierende, französische Hersteller Poly Implantat Protése(PIP) stellte minderwertige Brustimplantate her und verkaufte sie auch nach Deutschland. Die Allianz, als Versicherer von PIP, sprach sich jetzt gegen eine Kostenübernahme für die entstandenen Schäden aus.
Die „Financial Times Deutschland“ bezog sich auf eine Aussage eines Unternehmenssprechers der Allianz und berichtete, dass die Versicherung davon ausginge, den Schaden nicht übernehmen zu müssen, da bei Vertragsabschluss falsche Angaben gemacht wurden. Daher sei das französische Tochterunternehmen der Allianz, welches die Versicherung von PIP übernommen hat, nicht bereit in Haftung zu gehen.
Die PIP habe, so die Allianz weiter, bei Vertragsabschluss wissentlich falsche Angaben gemacht, wodurch der Vertrag seine Gültigkeit verloren habe. Also sei man nicht bereit die Kosten für die Folgeschäden durch die minderwertigen Implantate zu übernehmen. Der Konzern war von 2005 bis 2010 bei der französischen Tochter der Allianz versichert.
Verständlich, dass eine Zahlung unter diesen Umständen verweigert wird, denn der Allianz drohen horrende Schadensersatzforderungen von circa 300 000 Frauen auf der ganzen Welt. Diese wurden in der Vergangenheit mit den minderwertigen Brustimplantaten von PIP ausgestattet. Die Allianztochter verklagte bereits im Jahr 2010 den Insolvenzverwalter der PIP, wegen der falschen Angaben. Eine erste Anhörung gibt es am 02. Februar.
Die Firma PIP verkaufte ihre minderwertigen Silikonimplantate weltweit und es sind circa 300 000 Frauen vom Skandal betroffen, denen diese Implantate eingesetzt wurden. Allein in Frankreich wurden rund 30 000 Frauen aufgefordert, ihre fehlerhaften Implantate austauschen zu lassen. Es ist noch nicht ganz klar, wie viele deutsche Frauen von dem Skandal betroffen sind. Aber allein in Süddeutschland wurden in 10 Kliniken diese Implantate verwendet.
Wohl aus reiner Profitgier wurde bei der Herstellung billiges Silikon, statt des hochwertigen medizinischem verwendet. Dadurch kam es vermehrt zu Rissen der Implantate, schwere Entzündungen waren die Folge. Auch ein erhöhtes Krebsrisiko kann als Folge nicht ausgeschlossen werden.












