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Untergang der “Costa Concordia” verursacht Millionenschaden
Die Versicherer der “Costa Concordia” müssen nun mit einem Millionenschaden rechnen. Für Schiffe gibt es zwei verschiedene Arten von Versicherung: Die Kaskoversicherung für das Schiff, das 2006 für 450 Mio. Euro gebaut wurde, wird von einem Konsortium gestellt, welche für eine Reparatur oder den Ersatz des Schiffes bezahlen und die Haftpflichtversicherung für Schäden durch Dritte, unter einem globalen Programm, das die Costa-Mutter Carnival vom Makler Aon ins Leben rief. Führende Gesellschaften sind unter den Versicherern. Nach Angaben der Agentur Reuters beträgt die vereinbarte Versicherungssumme 405 Mio. Euro. Zu weiten Teilen ist das Programm rückversichert.
Eine Bermuda-Tochter eines von Reedern selbst betriebenen Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit schloss mit Costa die Haftpflichtversicherung ab. Die Schifffahrtbranche sichert mit diesen P&I-Clubs Risiken gegenüber Dritten ab. Das Schiffsunglück bedeutet einen Großschaden für die Gesellschaft, sagt eine Sprecherin.
Weil die “Costa Concordia” voraussichtlich das ganze Jahr nicht einsetzbar ist, bleibt der Schiffseigner, nach eigenen Angaben auf einem Schaden von 85 bis 95 Mio. Dollar sitzen, jedoch ist dieser nur mit einem Selbstbehalt von 30 Mio. Dollar versichert. Seit dem Untergang der Titanic handelt es sich um einen der größten Unfälle eines reinen Passagierschiffs.
Die “Costa Concordia” fuhr unter der Klassifizierungsbestätigung der italienischen Gesellschaft Rina. Diese erklärten, das Schiff sei “nach den höchsten Sicherheitsstandards 2011 durch regelmäßige Überprüfung zertifiziert”. Die Gesellschaft beteiligt sich an den Untersuchungen zu diesem Vorgang von Justiz und Küstenwache. Experten meinen es werde Jahre dauern bis Genaueres geklärt sei. Vor einer verfrühten Schuldzuweisung warnen sie.
Es stellt sich die Frage, ob eine Reparatur des Schiffes möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, da Passagierschiffe sehr teuer und komplex gebaut werden. Kann das Schiff nicht geborgen werden, muss das Wrack zerschnitten und vor Ort entsorgt werden. Dies würde nicht in den Bereich der Kaskoversicherer, sondern des P&I Clubs fallen.
Quelle: http://www.ftd.de/unternehmen/versicherungen/:kreuzfahrt-unglueck-millionenschaden-fuer-costa-versicherer/60155145.html












